Haufe X360 für die Produktion Teil 6 – Arbeitsgang Rückmeldung
Im sechsten Teil unserer Haufe-X360-Produktionsreihe dreht sich alles um die Arbeitsgang-Rückmeldung. Dieser zentrale Schritt ist entscheidend, um Produktionsfortschritte sauber zu dokumentieren und Materialbewegungen korrekt zu verbuchen.
Die Rückmeldung kannst du entweder direkt über das Formular AM302000 oder bequem über die blaue Schaltfläche im Produktionsbereich erreichen.

Im Anschluss erscheint folgende Eingabemaske:

Mit diesem Formular verschiebst Du die Produktion Schritt für Schritt von Vorgang zu Vorgang. Dabei werden sowohl die produzierten Güter als auch die benötigten Materialien automatisch aus dem Bestand ausgebucht. Sobald ein Artikel im Lager eingebucht wurde, berechnet Haufe X360 die entsprechenden Kosten und erstellt eine Bestandseingangscharge.
Das Formular AM302000 nutzt die Zeiten, die in der Stückliste über die Ressourcen definiert sind. Es handelt sich dabei um eine reduzierte Variante des Formulars AM301000 – beide aktualisieren jedoch die gleiche Tabelle.
Du solltest auf AM301000 zurückgreifen, wenn:
- die Arbeitsbereiche der Mitarbeitenden nicht verwendet werden sollen,
- Du WIP-Bewegungen (Work in Progress) nicht zusammen mit der Arbeitstransaktion melden möchtest und die abgeschlossene Menge separat erfassen willst,
- Du Arbeitszeit zurückmelden möchtest, anstatt die Zeit pro Produktionsauftrag zu erfassen.
So meldest Du eine abgeschlossene Menge für einen Vorgang
- Öffne das Formular (AM303000) oder gehe über die blaue Schaltfläche „Arbeitsgang Rückmeldung“.
- Datum und Buchungsperiode werden automatisch anhand des aktuellen Geschäftsdatums vorbelegt.
- Optional: Ergänze eine Beschreibung, um den Vorgang eindeutig zu dokumentieren.
- Füge eine neue Zeile in der Eingabetabelle hinzu.
- Lege Auftragsart und Produktionsnummer fest, falls diese nicht bereits vorausgefüllt sind. Das Feld Artikelnummer dient lediglich zur Information und wird automatisch gefüllt.
- Ab dem ersten Vorgang wird die Arbeitsgang-ID automatisch mit der entsprechenden Restmenge vorbelegt.
- Die Menge wird ebenfalls automatisch vorbelegt – vorausgesetzt, die Einstellung Standardvorgang für das Verschieben der Menge ist für die Auftragserfassung aktiviert.
- Befindet sich das Dokument in der Warteschleife, deaktiviere das Feld „Vorläufig“.
- Wenn in den Einstellungen Produktion (AM102000) der Haken bei „Gesamtsummen der Sendungen bestätigen“ gesetzt ist, gib jetzt die „Kontrolle Gesamtmenge“ oben im Formular ein.
- Klicke auf „Freigeben“. Das System passt anschließend automatisch die abgeschlossene Menge aus früheren Vorgängen an und legt die entsprechenden Kosten-Transaktionen (AM309000) an – darunter Backflush-Arbeitskosten, Gemeinkosten, Werkzeug- und Maschinenkosten sowie Rüst- und fixe Gemeinkosten.
- Die Transaktion wird abgelehnt, wenn
- Retrograd aktiviert ist und
- in den Produktionsauftrag Typen (AM201100) die Option „Unterschreitung Planmengen retrograde Komponenten – Ermöglichen“ gesetzt ist.
Diese Aktion kannst Du auch direkt aus dem Produktionsauftrag heraus ausführen: Öffne dazu das Formular „Aktionen > Rückmeldung erstellen“ innerhalb von Produktionsaufträge verwalten (AM201500).
Die Arbeitsgang Rückmeldung in der Übersicht

Im oberen Bereich findest Du die bekannten Aktionsbuttons: Hier kannst Du einen neuen Datensatz hinzufügen, durch vorhandene Datensätze navigieren oder aktuelle Eingaben löschen. Mit einem Klick auf „Freigeben“ bestätigst Du den Datensatz und meldest den jeweiligen Arbeitsgang final zurück.
Der Übersichtsbereich im Detail erklärt:
- Status: Hier siehst Du jederzeit den aktuellen Status der Charge. Möglich sind:
- Vorläufig erfasst: Die Charge befindet sich noch im Entwurf.
- Saldiert: Die Daten wurden validiert und die Charge kann freigegeben werden.
- Freigegeben: Die Charge ist abgeschlossen und kann nicht mehr bearbeitet oder gelöscht werden.
- Vorläufig: Mit diesem Kontrollkästchen kannst Du den Status „Vorläufig erfasst“ setzen.
- Datum: Standardmäßig wird das aktuelle Tagesdatum eingetragen. Über den kleinen Pfeil kannst Du das Datum jederzeit ändern.
- Buchungsperiode: Hier bestimmst Du die Periode, in der die Transaktion verbucht wird.
- Beschreibung: Ergänze eine Beschreibung zu Deinem Datensatz – beispielsweise zur Materialausgangscharge.
- Gesamtmenge: Zeigt Dir die aufsummierte Menge aller erfassten Detailsätze an.
Die Transaktionstabelle der Haufe X360 Produktion
Trage in der Transaktionstabelle alle Details zu Deinem Datensatz ein. Die mit einem Stern gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Du kannst die Ansicht ganz nach Deinen Bedürfnissen anpassen – von der Spaltenauswahl bis zur Spaltenbreite.
Über diese Maske kannst Du außerdem Arbeitsgänge aus allen laufenden Produktionen zurückmelden. Alternativ lässt sich die Arbeitsgang-Rückmeldung auch direkt aus dem Produktionsauftrag starten. In diesem Fall schlägt Dir Haufe X360 automatisch den passenden Arbeitsgang vor.
Wenn Du in den Einstellungen die Option „Retrograde“ aktiviert hast, reicht es aus, nur den letzten Arbeitsgang zurückzumelden, es sei denn, Du nutzt zusätzliche Kontrollpunkte.
Die Eingabefelder der Haufe X360 Produktionstabelle
- Auftragsart: Die Auftragsart des Datensatzes.
- Produktionsauftrag Nr.: Der Produktionsauftrag, an dem gearbeitet wurde. Achte darauf, dass der Auftrag den Status „Freigegeben“, „In Verarbeitung“ oder „Beendet“ hat, nur dann kann der Arbeitsgang freigegeben werden.
- Artikel-Nr.: Der aus dem Produktionsauftrag produzierte Lagerartikel.
- Arbeitsgang ID: Die Nummer des jeweiligen Arbeitsgangs.
- Menge: Die produzierte Menge des Vorgangs.
- Einheit: Die Einheit für das freizugebende Teil.
- Lager: Das Lager, in das die produzierten Artikel eingebucht werden. Standardmäßig wird das Lager aus dem Produktionsauftrag übernommen, Du kannst es aber bei Bedarf ändern.
- Stellplatz: Der genaue Stellplatz der gefertigten Ware innerhalb des Lagers.
- Chargen-/Serien-Nr.: Die Serien- oder Chargennummer, die später für den Artikel weiterverwendet wird.
- Gültig bis: Falls der Artikel ein Verfallsdatum besitzt, kannst Du es hier hinterlegen.
- Wareneingangs-Nr.: Die Wareneingangsnummer des produzierten Artikels.
- Menge an Ausschuss: Gib eine Ausschussaktion und einen Grundcode an, um die Ausschussmenge automatisch prüfen und verarbeiten zu lassen.
- Standort: Nur beim letzten Arbeitsgang erforderlich. Hier wird der Ziel-Lagerort für die fertigen Erzeugnisse eingetragen.
- Menge verschrottet: Die Menge, die im Rahmen der Produktion verschrottet wurde.
- Ursachencode: Das zugehörige Ausschusskonto.
- Ausschuss Aktion: Auswahl möglicher Aktionen: Schrott, Abschreibung Schrottkosten, Quarantäne.
- Zeilen-Nr.: Die interne Sortiernummer der jeweiligen Tabellenzeile.
- Buchungnr. Hauptbuch: Für Nichtlagerartikel die Verknüpfung zur erstellten GL-Charge.
- Chargenpositionsnr.: Bei Nichtlagerartikeln die Zeilennummer der erzeugten GL-Charge.
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